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In der zurück liegenden Zeit haben Hilfskräfte wie Feuerwehr, DRK und THW die Fahrzeuge und Anlagen der Eisenbahnfreunde TBw Staßfurt mehrfach für Übungen zur Gefahrenabwehr
(Bahnbetriebsunfälle / Katastrophenschutz) genutzt.
Als unübersehbarer Vorteil erwies sich dabei, dass die Übungen in den ausgedehnten Gleisanlagen der privaten Anschlussbahn der Eisenbahnfreunde in einer geschützten Anlage und dennoch
unter weitgehend realen Bedinungen stattfinnden können - ohne den laufenden Betrieb auf den ständig befahrenen Gleisen der benachbarten bundeseigenen DB Netz AG zu beeinträchtigen.
Am 01. Juli 2006 fand die erste Übung dieser Art statt.
Der ABC-Zug der Schönebecker Feuerwehr rückte. An einem Kesselwagen lief aus einer Leckage
Gefahrgut aus. Nachdem an Hand der UN-Nummer 2055 festgestellt wurde um welchen Stoff es sich handelt - hier Styren (Vinylbenzen) - und vom Wagen eine verletzte Person gerettet
werden musste, konnte an die Abdichtung der Leckage gegangen werden. Die Arbeit mit Dichtkissen war bei über 30 Grad Außentemperatur unter Vollschutz (umluftunabhängig) keine leichte Aufgabe.
Impressionen der Übung:
Für den 27.10.2007, 10 Uhr wurde durch das DRK Aschersleben-Staßfurt die Großübung
eines Bahnbetriebsunfalls angesetzt. Daran wirkten mehr als 200 Beteiligte vor und hinter den Kulissen mit.
Im Szenario der Übung wurde der Zusammenstoß eines Reisezuges mit einem entlaufenen
beladenen Flachwagen (Kranbegleiterwagen) angenommen. Der Reisezug war mit über 50 Reisenden (Erwachsene und Kinder) plus Personal besetzt. Auf dem entlaufenen
Kranbegleiterwagen befanden sich 3 Arbeitskräfte, die sich nicht mehr rechtzeitig vor dem
Zusammenstoß in Sicherheit bringen konnten und von dabei umstürzender Ladung verletzt
wurden. Nachdem die Vorbereitungsarbeiten abgeschlossen waren, wurden kurz nach 10 Uhr die
Einsatzkräfte alarmiert, die - nach dem das ganze Ausmaß des Unfalls sichtbar wurde - entsprechend der Nachforderungen in kurzen Abständen nach und nach eintrafen.
Als Rettungs- und Einsatzkräfte kamen weit über 100 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren
aus Staßfurt, Löderburg, Neundorf und Güsten, des Deutschen Roten Kreuzes Kreisverband
Aschersleben-Staßfurt, des Technischen Hilfswerkes aus Staßfurt und Beamte der Landespolizei
(da es sich bei unserer Bahn um eine nichtbundeseigene Bahn handelt) zum Einsatz. Die Versorgung vor Ort übernahmen Mitarbeiter des Arbeiter-Samariter-Bundes.
Die Sozialstation des DRK Staßfurt schminkte einen Großteil der über 50 Komparsen, so dass
es die Einsatzkräfte auch mit “echten” Verletzungen zu tun bekamen. Neben vielen leicht
verletzten und unter Schock stehende Personen, die teilweise in den - natürlich für jegliche
Fahrten gesperrten - Gleisanlagen umherirrten, kamen auch entsprechend ausstaffierte schwer- bzw. schwerstverletzte sowie tödlich verletzte Personen.
Die eisenbahntechnische Vorbereitung und Begleitung (Lok- und Zugpersonal, Einsatzleiter
Eisenbahn) lag in den Händen der Eisenbahnfreunde Traditionsbahnbetriebswerk Staßfurt e.V., als Eigentümer und Betreiber der Infrastruktur und der Fahrzeuge.
Nach einem knapp 3 stündigen Einsatz der Rettungskräfte konnte kurz vor 13 Uhr die “Leitung
an der Unfallstelle” wieder an die Anschlussbahn übergeben werden.
Die ganze Übung stand unter ständiger Beobachtung von Vertretern der Kommunen, des
Salzlandkreises, der Landesverbände und der Brand- und Katastrophenschutz-Schule Heyrothsberge.
Impressionen von der Großübung:
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