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Schneeschleudern sind Ende des 19. Jahrhunderts für den Eisenbahnbetrieb entwickelt worden, um wichtige Strecken auch bei klimatisch schwierigen Bedingungen von Schneeverwehungen und Lawinen frei zu halten. Neben
vielen Versuchen konnte sich nur das Prinzip von Leslie durchsetzen. 1932 erfolgte die Überarbeitung der Konstruktion, es wurde eine schnellaufende Vierzylinder- Dampfmaschine eingebaut die über
Stirnräder die Schleuderwelle direkt antrieb. Die größte Serie mit wahrscheinlich 25 Stück wurde 1941 als Kriegsschneeschleuder von der Deutschen Reichsbahn in Auftrag gegeben.
Nomineller Hersteller war Henschel in Kassel. Die Endmontage der Fahrzeuge soll jedoch bei Tubize in Belgien erfolgt sein. Die Dampfkessel sollen von Du Croo & Brauns aus Amsterdam stammen. Hersteller der
Dampfmaschine waren aller Wahrscheinlichkeit nach die DEMAG in Duisburg und Magdeburger Werkzeugmaschinenfabrik, Werk Grafenstaden im Elsass nach einer Lizenz der Schichau-Werke aus Elbing.
Nach dem 2. Weltkrieg verbleiben davon 6 Stück bei der DR, 10 Stück bei der DB, 8 bei der ÖBB und eine Schleuder bei den SNCF. Ihr Einsatz erfolgte bis Ende der siebziger (DB) bzw. in die
80 er Jahre des 20 Jahrhunderts (DR und ÖBB). Von dieser Bauart sind noch 5 Exemplare museal erhalten geblieben, eines davon in Staßfurt. Dabei handelt es um die SSH 71 der Reichsbahndirektion Magdeburg. Sie war bis
in die 80er Jahre in Oebisfelde beheimatet.
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