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Die Neubau-Dampfspeicherlokomotiven
Die erfolgreichste Dampfspeicherlok aus DDR-Produktion war die "Feuerlose C" vom VEB Lokomotivbau
“Karl Marx” Babelsberg (LKM). Zwischen 1953 und 1961 wurden zunächst 155 Maschinen geliefert. Da die DDR wegen stets knapper Devisen sehr stark auf die ausreichend vorhandene heimische Braunkohle setzte
und diese in fast alle Industriebetrieben in Kesselhäusern verheizt wurde, so daß Prozeßdampf vorhanden war, war die Dampfspeicherlok für Industriebahnen eine sehr wirtschaftliche Alternative zum Dieselbetrieb.
Daher folgten in den Jahren 1969/70 nochmals 38 dieser Maschinen von LKM. Und als damals gegen Anfang der achtziger Jahre nach der zweiten Ölkrise der Bedarf an Dampfspeicherloks immer noch nicht gedeckt war, LKM
aber 1976 den Lokbau eingestellt hatte, lieferte das RAW Meiningen 1983 bis 1988 nach den alten Plänen nochmals 202 Maschinen der "Feuerlosen C" an DDR-Betriebe sowie zwei Loks für den Export an die CSSR
aus. Die kompletten Rahmen, Radsätze und die Stangengruppen wurden bei "VEB Kombinat Luft- und Kältetechnik, Betrieb Karl Marx, Babelsberg" erstellt, die Maschinenfabrik Uebigau in Dresden lieferte die Kessel. Ein anfänglich diskutierter Bau von zwei- und vierachsigen feuerlosen Lokomotiven unterblieb.
Die meisten der Dampfspeicherlokomotiven wurden nach der Wende 1990 abgestellt; einige wenige sind aber bis
heute noch bei Werksbahnen aktiv. Unsere Lok fuhr früher einmal als Lok Nr. 6 bei der Anschlussbahn des VEB Mineralölwerk Lützkendorf.
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