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41 1231 bei der Abschiedsfahrt von Staßfurt nach Berlin-Schöneweide und zurück am 30.09.2006 in Zerbst (Foto: J. Krebs)
Mitte der 30er Jahre sollte der Güterverkehr beschleunigt werden. Die Deutsche Reichsbahn trug dem mit der Beschaffung der Baureihe 41, einer Lok, die vorrangig für
den Eilgüterzugdienst konzipiert war, Rechnung. Ab 1937 wurde sie in Serie gebaut.
Man nahm den gut gelungenen Kessel der Schnellzuglok der Baureihe 03 und setzte ein vierfach gekuppeltes Triebwerk mit Kuppelrädern von 1600 mm Durchmesser, einer
Laufachse und einer Schleppachse darunter.
Da sie für 90 km/h zugelassen war kamen die ersten Loks dieser Baureihe vom Bw Schneidemühl (heute Pila in Polen) aus häufig vor Viehzügen zum Einsatz. Das brachte ihr
den scherzhaften Namen “Ochsenlok” ein.
Unsere Lok wurde 1939 unter der Fabriknummer 14 812 von den Borsig Lokomotiv-Werken GmbH in Hennigsdorf (Kr. Osthavelland) gebaut und am 28.08.1939 an die DR
geliefert. Die Abnahme durch die DR erfolgte am 03.03.1939. Von diesem Tage an wurde sie als 41 231 von der RBD Hannover beim Bw Minden eingesetzt.
Während des Krieges setzte die RBD Hannover die Lok zum Bw Stendal um. Die 1945 wieder gegründete RBD Magdeburg, zu der das Bw Stendal nun gehörte, stelle die
Maschine dann kriegsbeschädigt bis zum Jahre 1954 in Staßfurt ab.
Nach erfolgter Aufarbeitung kam sie ab Herbst 1954 nun in Thüringen zum Einsatz. Ihre Standorte waren nun:
Bw Erfurt P Oktober 1954 - Februar 1955 Bw Eisenach März 1955 Bw Erfurt P März 1955 - April 1955
Bw Erfurt G April 1955 - Mai 1956 Bw Eisenach Mai 1956 - März 1958 Bw Weimar März 1958 - April 1959
Da der Originalkessel aus nicht alterungsbeständigem Stahl bestand bekam 41 231 im April
1959 im Zusammenhang mit einer Rekonstruktion einen im Raw Zwickau neu gebauten Kessel. Danach kam sie bis Juli 1960 wieder beim Bw Erfurt P zum Einsatz.Von Juli 1960 bis
September 1971 stand die inzwischen in 41 1231 umgezeichnete Lok beim Bw Nordhausen im Dienst. Danach fuhr sie bis zum Februar 1978 für das Bw Saalfeld.
Im Februar 1978 kam sie zunächst für 4 Monate zum Bw Güsten und danach für 8 Jahre zum Bw Oebisfelde - einer der letzten Hochburgen der BR 41 bei der DR.
Seit 1986 hat die Lok in Staßfurt ihre Heimat gefunden. Heute befindet sie sich als im Eigentum des Staßfurter Vereins.
Mit dem Ablauf der Kesselfrist wurde sie am 30.09.2006 als vorläufig nicht betriebsfähige Lok abgestellt und als solche gepflegt. Eine erneute betriebsfähige Aufarbeitung der Lok
erscheint wegen der hohen Kosten (ca. 400 000 EUR) derzeitig wenig realistisch.
Fahrzeugmassen, Lasten und andere technische Daten:
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Betriebsgattung
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G 46.18/20
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Kurzbezeichnung
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1’D 1’ h 2
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Lokomotive leer
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92,3
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t
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Lokomotive dienstbereit
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103,2
|
t
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Tender leer
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28,4
|
t
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Tender dienstbereit (2/3 Vorräte)
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58,0
|
t
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Tender mit vollen Vorräten
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72,8
|
t
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Reibungslast
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70,9
|
Mp
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Fahrzeugmasse dienstbereit
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161,2
|
t
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Fahrzeugmasse mit vollen Vorräten
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176,0
|
t
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Metermasse
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7,47
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t/m
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mittlere Kuppelachslast
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17,7
|
Mp
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Fahrgeschwindigkeit vorwärts / rückwärts
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90 / 50
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km/h
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Zylinderdurchmesser
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520
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mm
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Kolbenhub
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720
|
mm
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Art und Lage der Steuerung
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Heusinger außen
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Kolbenschieberdurchmesser
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300
|
mm
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Kesselüberdruck
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16
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kp/cm²
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Rostfläche
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4,23
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m²
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Rost (Länge x Breite)
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2,35 x 1,80
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m x m
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Strahlungsheizfläche
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21,3
|
m²
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Heizrohrdurchmesser
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54 x 2,5
|
mm
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Anzahl der Heizrohre
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112
|
Stück
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Rohrlänge zwischen den Rohrwänden
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5700
|
mm
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Heizrohrheizfläche
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98,3
|
m²
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Rauchrohrdurchmesser
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143 x 4
|
mm
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Anzahl der Rauchrohre
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36
|
Stück
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Rauchrohrheizfläche
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86,7
|
m²
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Rohrheizfläche
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185,0
|
m²
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Verdampfungsheizfläche
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206,3
|
m²
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Überhitzerrohrdurchmesser
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38 x 4
|
mm
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Überhitzerheizfläche
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83,8
|
m²
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Wasserraum des Kessels
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bei 125 mm Wasserstand über der Feuerbüchsdecke
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10,6
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m³
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Dampfraum
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4,05
|
m³
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Verdampfungswasseroberfläche
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14,2
|
m³
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Masse des Kessels ohne Ausrüstung
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21,53
|
t
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Masse des Kessels mit Ausrüstung
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28,29
|
t
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Ausrüstung mit Vorwärmer
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Mischvorwärmer
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Ausrüstung mit Läutewerk
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-
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Heizung
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H
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Brennstoffvorrat (Kohle)
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10
|
t
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Wasserkasteninhalt
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34
|
m³
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befahrbahrer Bogenlauf-Halbmesser
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180
|
m
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befahrbarer Ablaufberg-Halbmesser
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300
|
m
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Bremse
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Knorr mit Zusatzbremse
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Quelle: Deutsche Reichsbahn, Merkbuch für Triebfahrzeuge, DV 939 Tr, Ausgabe März 1962
angepasst auf vorhandenen Tender 2’2’ T 34
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