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01 005 - die älteste erhaltene
Einheitslok in Deutschland

 

01 005 mit zug

01 005 des Verkehrsmuseums Dresden als Exponat mit Wagen des Salzland-Express beim Dampflokfest März 2003 in Staßfurt
Foto: Frank Schmidt

 

Diese Schnellzuglokomotive ist die älteste erhaltene deutsche Einheitslokomotive. Im Jahre 1925 wurde sie von Borsig in Berlin-Tegel unter der Fabriknummer 11 997 im ersten Baulos der für die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft neu entwickelten Einheitslokomotiven erbaut. Deren Kesselprüfung erfolgte am 11. Dezember 1925. Borsig lieferte sie aber erst am 11. März 1926 an die DRG ab. Am 16. und 17. März 1926 unternahm sie zwischen Berlin Ahb und Jüterbog die Leer- und Lastprobefahrten. Einen Tag später wurde sie dem Betrieb übergeben.

Die 01 005 war zunächst für 3 Jahre beim Bahnbetriebswerk Hof und dann bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges in Erfurt P beheimatet. Ab 1946 fuhr die Lok als sogenannte Kolonnenlok unter Regie der Roten Armee von Berlin-Rummelsburg aus Schnellzüge zwischen dem Raum Berlin und Brest. 

1955 kam sie schließlich zum Bahnbetriebswerk Magdeburg Hbf. Mit geringen Unterbrechungen gehörte sie bis zur Außerdienststellung im Jahre 1969 zu den Magdeburger Stammlokomotiven. Einsatzgebiet war nun auch der Interzonenverkehr zwischen Berlin und Helmstedt.

1977 wurde 01 005 als Museumslokomotive äußerlich aufgearbeitet und weitgehend in den Ursprungszustand versetzt.
Der interessierten Öffentlichkeit konnte die Lok im gleichen Jahr anläßlich der Fahrzeugausstellung “25 Jahre Verkehrsmuseum Dresden” erstmals wieder gezeigt werden. Die Deutsche Reichsbahn hatte die Lok inzwischen in den Museumsbestand des Dresdener Verkehrsmuseums verfügt.

Danach erfolgte eine Abstellung in Staßfurt. Von 1985 - 1987 war sie kurzeitig in der Einsatzstelle Eilsleben des Bahnbetriebswerkes Magdeburg hinterstellt.

Seit 1987 wird 01 005 wieder von den Traditionseisenbahnern in Staßfurt museal betreut und gepflegt. Eigentümer der Lok ist auch heute das Verkehrsmuseum Dresden gGmbH.

 

 

Fahrzeugmassen, Lasten und andere technische Daten:

Betriebsgattung

S 36.20

Kurzbezeichnung

2’C1’ h2

Lokomotive leer

99,3

t

Lokomotive dienstbereit

108,9

t

Tender leer

33,5

t

Tender dienstbereit (2/3 Vorräte)

61,5

t

Tender mit vollen Vorräten

75,5

t

Reibungslast

59,2

Mp

Fahrzeugmasse dienstbereit

170,4

t

Fahrzeugmasse mit vollen Vorräten

184,4

t

Metermasse

7,59

t/m

mittlere Kuppelachslast

19,7

Mp

Fahrgeschwindigkeit vorwärts / rückwärts

120 / 50

km/h

Zylinderdurchmesser

600

mm

Kolbenhub

660

mm

Art und Lage der Steuerung

Heusinger außen

Kolbenschieberdurchmesser

300

mm

Kesselüberdruck

16

kp/cm²

Rostfläche

4,5

Rost (Länge x Breite)

2,6 x 1,73

m x m

Strahlungsheizfläche

17

Heizrohrdurchmesser

54 x 2,5

mm

Anzahl der Heizrohre

129

Stück

Rohrlänge zwischen den Rohrwänden

5800

mm

Heizrohrheizfläche

115,0

Rauchrohrdurchmesser

143 x 4

mm

Anzahl der Rauchrohre

43

Stück

Rauchrohrheizfläche

106,0

Rohrheizfläche

221

Verdampfungsheizfläche

238

Überhitzerrohrdurchmesser

38 x 4

mm

Überhitzerheizfläche

100,0

Wasserraum des Kessels

bei 150 mm Wasserstand über der Feuerbüchsdecke

9,25

Dampfraum

4,4

Verdampfungswasseroberfläche

13,6

Masse des Kessels ohne Ausrüstung

28,5

t

Masse des Kessels mit Ausrüstung

36,5

t

Ausrüstung mit Vorwärmer

Oberflächenvorwärmer

Ausrüstung mit Läutewerk

-

Heizung

H

Brennstoffvorrat (Kohle)

10

t

Wasserkasteninhalt

32

befahrbahrer Bogenlauf-Halbmesser

180

m

befahrbarer Ablaufberg-Halbmesser

300

m

Bremse

Knorr mit Zusatzbremse

Quelle: Deutsche Reichsbahn, Merkbuch für Triebfahrzeuge, DV 939 Tr, Ausgabe März 1962
angepasst an Tender 2’2’ T 32